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Glaube und Vernunft - ein Widerspruch?

Wir leben in einer Zeit und Region, in der es zunehmend als unvernünftig gilt, an jenseitige Mächte zu glauben. Und schon gar nicht an solche, die sich auch noch wirksam in unser Leben einmischen. Dies gilt besonders unter naturwissenschaftlich gebildeten Menschen als purer Aberglaube und mittelalterlicher Unfug.

 

Diese Menschen halten sich in der Regel für sehr vernünftig, weil sie sich auf dem Boden wissenschaftlich erwiesener Tatsachen wähnen und es - ihrer Ansicht nach - keine wirkliche Evidenz für solch wirkende jenseitige Mächte gibt. Alles nur Einbildung und Wunschdenken sei, der sich zu einem "Gotteswahn" verdichtet habe. Total unvernünftig und wirklichkeitsfern!

     Aber ist das wirklich so?

 

Als Christ bin ich mir natürlich sehr wohl bewußt, dass es keinen objektiven Gottesbeweis geben kann. Alle entsprechenden Versuche haben sich letztlich als zu kurz greifende Gedankenakrobatik erwiesen.

   Aber heißt das nun automatisch, dass es keine Evidenz für jenseitige Mächte geben kann?

    Kann es nicht vielleicht doch sehr vernünftig sein, aufgrund von persönlichen Erlebnissen an die Existenz von jenseitigen Mächten zu glauben, so wie es Menschen zu allen Zeiten getan haben? Und könnte es nicht vielleicht sehr unvernünftig sein, kategorisch beispielsweise Gottes-Erfahrungen als Fehlinterpretationen und Einbildungen abzutun?

 

Jemand betet in großer Not zu Gott um Hilfe ( "Gott, wenn es dich gibt, dann hilf mir!") und erlebt eine wundersame Errettung. Ist es unvernünftig anzunehmen, dass der angerufene Gott tatsächlich in die Situation eingegriffen und geholfen hat? Wäre es nicht  es nicht vielmehr sehr vernünftig, dies als einen Ausgangspunkt für eine etwas intensivere Gottsuche zu nehmen? So, wie es beispielsweise der Atheist und Gottesleugner John Newton getan hat?  ( bitte auf Button clicken)

Der Glaube an Gott mag aus naturwissenschaftlicher Sicht manchem als unvernünftig erscheinen. Oder vielleicht auch, wenn man das Elend dieser Welt ins Auge faßt und sich fragt, wie das sein kann, wenn es doch einen gütigen und allmächtigen Gott gibt.

   Aber erfahrungsbasiert kann er sehr, sehr vernünftig sein. Dies aber wirklich verstehen kann wohl nur der, der soche Gotteserfahrungen selber gemacht hat

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