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Kann man zu einer persönlichen Gottesgewissheit gelangen?

"Die Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!" (Heinrich Faust)

 

Die christliche Botschaft - über Jesus zu Gott - hat eine weltweite Verbreitung erfahren. Es mag Menschen geben, die diese Botschaft vielleicht noch nie gehört oder nicht richtig verstanden haben. Aber ich denke mal, dass es einem Großteil der Menschheit so geht wie seinerzeit dem Heinrich Faust in Goethes Tragödie. Man hat die Botschaft gehört und irgendwie auch verstanden, aber man ist ungläubig geblieben.

    Dies kann verschiedene Gründe haben, aber am naheliegendsten ist natürlich der. dass es keinen klaren (objektiven) Beweis für die Existenz des biblischen Gottes gibt. Es steht lediglich die Behauptung Seiner Existenz und Erfahrbarkeit im Erdenraume.

    Aber wie belastbar ist diese Behauptung. Können solche berichteten Gottes-erfahrungen nicht auch Lug und Trug sein? Kann es wirklich so einen Punkt der subjektiven Gottesgewissheit geben, jenseits von Wunschdenken und Fehlinterpretationen?

   

Doch , ich denke, dass Erlebnisse eine Eindeutigkeit bekommen können, dass andere denkbare Deutungen völlig dahinter verblassen. Um dies jetzt mal zu verdeutlichen, möchte ich jetzt mal auf eine biblische Geschichte zurückgreifen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie wirklich stattgefunden hat oder nicht. Wir setzen sie - als Arbeitshyphothese - einfach mal als wahr voraus

 

Das Gottesurteil auf dem Karmel

(1.Könige 18)

 

Das ganze Volk Israel hatte sich auf Berg Karmel versammelt:

Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein übrig geblieben als Prophet des HERRN, aber die Propheten Baals sind vierhundertfünfzig Mann.

   So gebt uns nun zwei junge Stiere und lasst sie wählen einen Stier und ihn zerstücken und aufs Holz legen, aber kein Feuer daran legen; dann will ich den andern Stier herrichten und aufs Holz legen und auch kein Feuer daran legen.
Und ruft ihr den Namen eures Gottes an, ich aber will den Namen des HERRN anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der ist Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist recht.
Nachdem nun die Baalspriester viele Stunden lang vergeblich ihren Gott angerufen hatten, trat  Elia an seinen Opferstier:
"HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass heute kundwerden, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und dass ich all das nach deinem Wort getan habe!
   Erhöre mich, HERR, erhöre mich, dass dies Volk erkenne, dass du, HERR, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst!"
Da fiel das Feuer des HERRN herab und fraß Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf im Graben.
Als das alles Volk sah, fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott!
So weit die Geschichte. Nun meine Frage: "Vorausgesetzt die Geschichte hat wirklich so stattgefunden, bestünde da der geringste vernünftige Zweifel, dass der biblische Gott geantwortet hat?"
  Jeder, der so etwas erleben würde, zumal in einer Zeit in der es keine großen technischen Hilfsmittel gab, wäre da vermutlich überzeugt. Die Evidenz des Göttlichen ist offensichtlich, man könnte auch von einer Offenbarung Gottes sprechen.
    Natürlich könnte auch hier wieder ein hartgesottener Augenzeuge und Skeptiker behaupten: "Das ist kein objektiver Beweis. Es könnte auch was magisch Mystisches sein, Elia hat lediglich Energien zur Verdichtung und Entladung bringen können usw. " Dem Erfindungsreichtum eines Skeptizisten, der einfach nicht glauben will, sind da keine Schranken gesetzt. Der normale Mensch sieht, versteht und glaubt nach so einem Ereignis.
    In diesem Sinne meine ich, dass man, vorausgesetzt, dass Gott wirklich existiert, auch zu einer persönlichen Gottesgewissheit gelangen kann. Wer so eine eindeutige Gottesoffenbarung erlebt, wird nicht mehr guten Gewissens an seinem Unglauben festhalten können.
Alles schön und gut, mag jetzt so mancher denken,  wenn ich so eine Gotteserfahrung machen würde, würde ich auch glauben können. Habe ich aber nicht!
   Dies ist in der Tat ein gewichtiges Argument. denn ohne eine persönliche Gotteserfahrung auch keine (subjektive) Gottesgewißheit. Also bleibt es doch alles beim Alten?
 
Ich denke, dass es nicht so sein muss. Natürlich kann man Gott nicht zwingen sich zu offenbaren. Oder einem ein Erweckungserlebnis zu schenken. Es ist und bleibt immer ein souveräner Gnadenakt Gottes.
   Aber persönlich bin ich überzeugt davon, dass man durchaus die Wahrscheinlichkeit einer solchen persönlichen Offenbarung erhöhen kann. "Wer sucht der findet. Wer anklopft, dem wird aufgetan" . Diese Zusage hat Jesus in der Bergpredigt gegeben. Und viele Menschen sind der Ansicht, dies auch tatsächlich erlebt zu haben. So kann ich nur ermutigen, selbst so einen Versuch zu wagen ... und dann zu warten, was geschieht!
  
Hier noch zwei kleine Ermutigungen:
   

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