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Wieso gibt es Leid und Elend, wenn Gott doch allmächtig und gütig ist?

Seit Auschwitz können wir nicht mehr religiös sein. Wer die unvorstellbaren Nazi-Verbrechen miterlebt hat, der kann einfach nicht mehr an einen allmächtigen, gütigen Gott glauben. (Holocaust-Überlebende)

 

In der Tat ist der Zweifel an einen allmächtigen und gütigen Gott angesichts jahrtausendlangen Leidens und Elends auf der Welt durchaus nachvollziehbar. Wie kann ER, wenn es Ihn denn wirklich geben sollte, so etwas zulassen und (scheinbar) tatenlos mitansehen? Entweder Er ist "böse" oder es gibt  Ihn gar nicht, scheint die logische Schlußfolgerung zu sein.

    In scheinbar krassen Widerspruch dazu stehen allerdings die unzähligen Berichte von Menschen, die glauben den biblischen Gott in ihrem Leben wundersam und gütig erfahren zu haben. (- Übrigens manche auch und gerade im KZ-)  Bilden sich das die Leute alle nur ein oder ist da doch etwas dran? Und wenn ja, wie kommen sie mit der Theodizeefrage (Vereinbarkeit von Gott und Leiden) klar? Oder verdrängen sie diese Frage einfach?

 

Als gläubiger Christ gehöre ich ja zum letztgenannten Personenkreis und würde meine Haltung zur Theodizeefrage in etwa so beschreiben: 

1. Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen steht für mich außer Zweifel, dass der biblisch-christliche Gott wirklich existiert

2. Ich gehe davon aus, dass all das zugelasssene oder auch von Gott vielleicht selbst herbeigeführte Leid und Elend auf der Welt eine tiefere Ursache haben und auf einer uns nicht zugänglichen Ebene auch einen Sinn ergeben.

 

Vermutlich habe ich jetzt besonders mit Punkt 2 etliche gegen mich aufgebracht. All das Leid auf Erden soll eine tiefere Ursache haben, einen höheren Sinn ergeben? Ja welchen denn?

   Was denn höheren Sinn angeht, fühle ich mich überfordert. Wie soll ich dazu korrekte Aussagen machen, wenn mir  der Einblick in die Gesamtwirklichkeit fehlt? Ich kann nur vertrauen, dass es da einen höheren Sinn gibt!

   Aber was die tieferen Ursachen angeht, da finde ich in der Bibel einen interessanten Anhaltspunkt: einen Sündenfall (1.Mose 2) mit nachfolgender Vertreibung aus dem Paradiese: Vom Paradies ins Jammertal verbannt?

 

Ob dies nun wirklichen einen eingefleischten Skeptiker überzeugen wird, weiß ich nicht. Wohl eher nicht! Aber es wäre m.A.n. zumindest ein möglicher Ansatzpunkt, das Leiden und einen allmächtig-gütigen Gott miteinander in Einklang zu bringen. Und sich vielleicht doch mal auf eine persönliche Gottsuche zu begeben:Versuch macht vielleicht klug!

 

 

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