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Gibt es den Teufel?

"Es ist vielleicht der gelungenste Coup des Teufels, den modernen und aufgeklärten Menschen von heute, Glauben zu machen, dass es ihn, den Teufel nicht gäbe" (anonym)

 

Über Jahrhunderte waren sich die Menschen im sogenannten Abendlande einig darüber, dass hier auf Erden der Teufel und seine Dämonen ihr Unwesen treiben. Menschen von ihnen gequält und verführt werden. Sie eine zugelassene Geißel Gottes sind, um Menschen zu prüfen und zu bestrafen.

   Dann begann das Zeitalter der Aufklärung, man begann die "Wahrheiten" der Bibel mehr und mehr in Frage zu stellen, sich von Gott und Teufel zu befreien. Mehr und mehr wurde der eigene (kritische) Verstand zum Maßstab von richtig und falsch, wahr und unwahr. Mit dem Ergebnis, dass wir heute in einer mehr oder weniger säkularen Gesellschaft leben.

    Das jemand an Gott glaubt, wird noch geduldet, aber sollte , bitte schön, Privatsache bleiben. Allgemein gelten die Menschenrechte und nicht die zehn Gebote. Die Evolution gilt als eine bewiesene Tatsache, nur Unbelehrbare halten an einen Schöpfungsglauben fest. Und überhaupt, wenn es doch diesen allmächtigen und gütigen Gott gibt, wieso all das Leid und Elend auf der Welt?

 

Wenn man als Christ nun auf den Sündenfall und den freien Willen des Menschen verweist, um Leid und Elend zu erklären, wird man vielleicht noch halbwegs Ernst genommen und mit einer Fülle von Gegenargumenten bedacht.

   Aber man wage es, den Teufel und seine Dämonen in die Diskussion einzubringen. Dann ist aber Schluß mit lustig. "Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?" ist da noch eine milde Form der Empörung. "du hast doch nicht alle Latten auf dem Zaun" schon eine etwas schärfere Form einer Entrüstung, die durchaus in dem ein oder anderen Chat auch mal Orkanstärke annehmen kann

 

Ich wäre da vermutlich auch etwas zögerlicher die Sprache auf Teufel und Dämonen zu bringen, wenn ich nicht 1985 zumindest mit Letzeren ausgiebig Bekanntschaft gemacht hätte:

Was ich damals im Spiritismus erlebte, hätte ich noch kurz zuvor nicht für möglich gehalten, obwohl ich während meiner Schulzeit auch Goethes Faust gelesen und den Zauberlehrling auswendig gelernt habe. Aber das war doch Phantasy a la Goethe, nicht wahr?

  Mitnichten! Was ich da 1985 erlebt habe, hat mich damals bis ins Mark erschüttert und ich verdanke es einzig und alleine der rettenden Gnade Gottes, dass ich überhaupt hier noch sitze und diesen Artikel schreiben kann.

   Und es sind genau jene Erfahrungen der damaligen, die mich zu der Überzeugung gebracht haben: "Wer über Gott redet, darf über den Teufel nicht schweigen!" Denn in der Tat bliebe ansonsten Vieles unverständlich.

 

Wer sich auf das Böse und die dahinter im Verborgenen lauernden Dämonen einläßt, tut sich selber keinen guten Gefallen. Besser ist es, da die Blickrichtung zu ändern:

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