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Gibt es einen (Schöpfer-) Gott, und wenn ja, wie finde ich zu Ihm?

 

Heutzutage könnte ja gelegentlich der Eindruck entstehen, als ob die Naturwissenschaften die Gottesthese widerlegt hätten. Man schaue nur einmal in die Bücher von Richard Dawkins und Stephen Hawking, zwei renommierten Vordenkern unserer Zeit, in denen ein Schöpfergott als Ursache für die Entstehung unseres Universum eindeutig verneint wird.

    Interessant ist dann aber, wenn ein ebenso renommierter deutscher Wissenschaftler sich da genau entgegengesetzt positioniert:

Harald Lesch glaubt also ein schöpferisches Prinzip in unserem Universum erkennen zu können, beispielsweise an dem Vorhandensein von Naturgesetzen. Dies kann man sicherlich noch etwas präzisieren:

Nehmen wir also einmal an, dass jemand auf diesem Wege zu der Überzeugung gelangt wäre, dass es einen Schöpfer geben muss. Die Schöpferfrage wäre für ihn oder sie geklärt, aber was nun?

    An dieser Stelle könnte es wirklich interessant werden. Denn die Frage, ob dieser Schöpfer ein gewisses moralisches Handeln erwartet oder gar man mit Ihm - wie manche Religionen behaupten - in Kontakt treten kann oder sollte, drängt sich dann geradezu auf. Zumal wenn, wie beispielsweise im christlichen Glauben, auf eine Wahl zwischen einem ewigen Leben oder einem himmlischen Weltgericht verwiesen wird:

  

 

Also man kann sich zumindest nicht beruhigt zurückzulehnen und sagen: "Ach, das warte ich jetzt einfach mal ab!" Man ginge da doch ein beträchtliches Risiko ein, am Ende vielleicht doch das eigentliche Ziel (=ewiges Leben) möglicherweise zu verpassen.

   Nun weiß ich aber aus eigener Erfahrung, dass das nicht so einfach mit dem Glauben ist. Schließlich gibt es ja verschiedene Heilsversprechen (=Religionen) und es liegt da keineswegs erwiesenermaßen auf der Hand, dass eines davon tatsächlich auch stimmt.

 

An dieser Stelle muss dann auch jede(r) selber seine Richtung einer Gott- oder Heilssuche bestimmen. Aufgrund meiner persönlichen Lebensgeschichte empfehle ich sich da auf den biblisch-christlichen Gott hin auszurichten:

Mein persönliches Fazit: 

1. Ja, man kann durchaus erkennen, dass es wohl einen Schöpfer geben muss

2. Dies könnte oder sollte der Startpunkt einer Gott- oder Heilsuche sein

3. Ich empfehle sich da in Richtung des biblisch - christlichen Gottes auszurichten

4. Ich bezeuge (mit Anderen) , dass man den Zustand einer persönlichen Gottesgewißheit erreichen kann

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Kommentare: 2
  • #1

    Wolfgang Hartmann (Sonntag, 02 Dezember 2018 13:22)

    "Nehmen wir also einmal an, dass jemand auf diesem Wege zu der Überzeugung gelangt wäre, dass es einen Schöpfer geben muss. Die Schöpferfrage wäre für ihn oder sie geklärt, aber was nun?

    An dieser Stelle könnte es wirklich interessant werden. Denn die Frage, ob dieser Schöpfer ein gewisses moralisches Handeln erwartet oder gar man mit Ihm - wie manche Religionen behaupten - in Kontakt treten kann oder sollte, drängt sich dann geradezu auf. "

    Die drängt sich absolut überhaupt nicht auf, sie ist geradezu lächerlich und absurd. Der (Er)schöpfer von mindestens einer Trillion Planeten und 1 Milliarde Sonnensysteme soll sich dafür interessieren was auf einem unbedeutenden Planeten namens Erde eine Trockenaffenspezies für ein Leben führt, die im Vergleich zum Alter des Universum erst vor kurzem entstanden ist und auch in Kürze wieder aussterben wird.

    Das ist absurd.

  • #2

    Hermann Engl (Dienstag, 04 Dezember 2018 11:45)

    Diese vier Punkte als Fazit sagen alle dasselbe mit unterschiedlichen Worten. Dem kann man mit wesentlich mehr Fundament einen Satz entgegenhalten: Ein intelligenter Schöpfer dieser Existenz ist eine Illusion. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß dies alles aus einem chaotischen Zufall des Wirkungsvermögens des Seins entstand. Alles strebt nach diesem Chaos, weil es seine Natur ist. In der aktuellsten Welle der Evolution bedeutet das ein Verlangen nach maximaler Freiheit. Dies ist überall zu beobachten. Und der Weg dahin führt über Kreativität, Hingabe und Erkenntnis auf der Grundlage der Physik.